Naturpark von Mondragó

Der Naturpark von Mondragó befindet sich in einem Gebiet mit einem der größten ornithologischen Reichtümer Mallorcas. Der Park liegt im Südosten der Insel, in der Gemeinde von Santanyí, und besitzt eine große Vielfalt von Landschaften mit Schluchten, Stränden, Dünen, Wildbächen und Steineichenbeständen.
Im Jahre 1992 wurde Mondragó als Naturpark durch die Regierung der Balearischen Inseln erklärt und seit 1995 gilt der Park als besonderes Vogelschutzgebiet (ZEPA) laut der europäischen Direktive. Der Park besitzt eine Bodenfläche von 785 Hektar und sein höchster Punkt erreicht 57 Meter. Mondragó besitzt eine große Diversität von Vögeln und im offiziellen Katalog sind 60 Vogelarten verzeichnet. Unter diesen sind die Krähenscharbe, die Korallenmöwe und der Fischadler häufig vertreten.
Innerhalb des Parks besteht die Möglichkeit verschiedene Routen sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zu machen, um somit das erstaunliche Ökosystem zu genießen.
Die botanischen Juwelen des Parks sind die Orchideen. Folgende Arten sind besonders vertreten: Barlia robertiana, Anacamptis piramidalis, Serapias lingua, Serapias parviflora, etc. Es gibt auch verschiedene Arten der Gattungen Orchis und Ophrys.
Die Kiefernwälder und die Felsaufschlüsse schützen die Bucht von Mondragó mit ihrem weißen Sand. Dort finden Sie eine Bar, die von Liegestühlen umgeben ist und erfrischende Cocktails und alkoholfreie Getränke anbietet.
Im Park können Sie noch Reste der Schmuggelaktivitäten finden, die in diesem Gebiet meistens während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stattfand.
Ebenfalls gibt es noch Reste des Bewässerungssystems, Anlageplätze für Fischerboote und Kalköfen im Wald.
Der Park bietet vier Routen an, die dem Besucher erlauben typische Elemente der traditionalen Architektur und wunderbare Aussichten zu genießen. Jede Route ist zwischen 25 und 40 Minuten lang.
Bei der ersten Route handelt sich um einen ansteigenden Weg, der bis zum Caló des Burgit und durch Garrigen und Wacholderwälder führt.
Bei der zweiten Route steigt man einen Hang durch eine Schlucht hinauf. Sie führt zu dem Aussichtspunkt Ses Fonts de N’Alis, der sich in unmittelbarer Nähe vom Teich Ses Fonts befindet.
Die dritte Route ist sehr empfehlenswert, um verschiedene archäologische Reste zu erkunden.
Die vierte Route fängt am Strand von S’Amarador an und zeigt die Spuren der Landwirtschafsaktivitäten auf, die auf dem Landgut durchgeführt wurden.